Por aqui tudo bem – Alles ist gut

Angola/Portugal 2011, Maria Esperança (Pocas) Pascoal
mit Cheila Lima, Ciomara Morais, Vera Cruz, Willion Brandão. Digital, 94 Minuten. Sprachen: Portugiesisch mit deutschen Untertiteln.

 

 

Um dem Bürgerkrieg in Angola zu entkommen, fliehen die sechzehnjährige Alda und ihre siebzehnjährige Schwester Maria im Spätsommer 1980 in die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Mittellos und sich selbst überlassen warten beide zunächst hoffnungsvoll, dann zunehmend verzweifelt auf ihre Mutter, die ihnen versprochen hat, bald nachzukommen. Schließlich müssen sie allein in einer ihnen völlig fremden Welt selbst für ihr Überleben sorgen. Konfrontiert mit alltäglichem Rassismus, der nicht nur von den Einheimischen ausgeht, und Schreckensnachrichten aus Angola entwickeln die beiden jungen Frauen dabei erstaunliche Energien.

In ihrem vielbeachteten und preisgekrönten Debütfilm verarbeitet die Regisseurin Pocas Pascoal ihre persönliche Exilerfahrung – sie wurde selbst mit ihrer Schwester in den 1980er Jahren von ihrer Mutter nach Portugal geschickt – und erzählt gleichzeitig die Geschichte einer ganzen Generation von angolanischen Flüchtlingen.