Nana Benz

Togo/Deutschland 2012, Thomas Böltken
Digital, 87 Minuten. Sprachen: Französisch, Englisch mit deutschen Untertiteln.

 

 

Der Film erzählt von Stoffhändlerinnen aus Togo, die die wirtschaftliche Emanzipation und damit auch die politische Befreiung der ehemaligen deutschen, später französischen Kolonie entscheidend mitbestimmten. Durch sie wurde die Hauptstadt Lomé zu einer Handelsmetropole für die ganze westafrikanische Region.

Nana Benz, ursprünglich eine Namensschöpfung der Presse, waren die ersten Frauen Westafrikas, die einen Mercedes fuhren. Die togolesischen Großhändlerinnen für Stoffe waren so reich geworden, dass sie sich die Luxuskarossen leisten konnten und sie sogar der Regierung für Staatsempfänge ausliehen. Der Film folgt den Biographien einiger Nanas, vor allem der von Manavi, die ebenso wirtschaftlich wie politisch großen Einfluss hatte und als eine der reichsten Nana Benz in die Geschichte einging. Komplex und zugleich kurzweilig entfaltet sich dabei auch eine kleine Kulturgeschichte Togos von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.