Voices of Violence

Deutschland 2015, Claudia Schmid
Digital, 90 Min.

 

 

Voices of Violence ist ein Film über die unvorstellbare Gewalt gegen Frauen in der Demokratischen Republik Kongo und über das politische und gesellschaftliche System, das diese Grausamkeiten zulässt. In dem Land, in dem Frauen auf besonders grausame Weise der systematischen Vergewaltigung als Kriegswaffe ausgesetzt sind, gibt Claudia Schmid völlig unbekannten Frauen eine Stimme und zeigt auf, wie die Strukturen der Gewalt funktionieren.
Die Filmemacherin ist mehrere Monate durch die Demokratische Republik Kongo gereist und hat Frauen in den entlegensten Dörfern der Rebellengebiete getroffen und ihr Vertrauen gewonnen. In langen, konzentrierten Gesprächen offenbaren die Frauen zum ersten Mal ihre traumatischen Erlebnisse der Öffentlichkeit. Sie erzählen, wie sie überfallen, verschleppt und misshandelt wurden, wie sie aus den Rebellencamps fliehen konnten und warum die Hölle nach der Rückkehr in die die Dörfer weiterging. Von der eigenen Dorfgemeinschaft geächtet, von den Ehemännern verstoßen.
Voices of Violence ist der Auftakt einer Reihe von Filmen, in denen sich die Kölner Regisseurin und Künstlerin Claudia Schmid mit dem Thema Gewalt gegen Frauen beschäftigt. Die Situation in Bangladesch, Benin und auch Deutschland werden bei ihren nächsten Projekten im Fokus stehen.