White Shadow

Tansania/Deutschland/ Italien/USA 2013, Noaz Deshe
mit Hamisi Bazili, James Gayo, Salum Abdallah, Riziki Ally, Glory Mbayuwayu, Tito D. Ntanga. Digital, 115 Minuten. Sprachen: Swahili mit dt. Untertiteln

 

 

In der Abgeschiedenheit eines Dorfes wird der Vater von Alias – beide sind Albinos – bei einem nächtlichen Angriff von einer organisierten Bande ermordet. Ein Auftragsmord, denn für ein „Albinoherz“ erhalten die Mörder 5000 Dollar von einem Schamanen, der dessen angebliche Heilkräfte gewinnbringend vermarkten will. Besorgt um das Leben ihres Sohnes gibt Alias’ Mutter ihn in die Obhut ihres Bruders Kosmos, der ihn in die Großstadt mitnimmt, wo ihn der Junge beim Straßenverkauf unterstützen soll. Dabei verliebt sich Alias sehr zum Missfallen seines Onkels in dessen Tochter Antoinette. Als Kosmos von einem Geldverleiher bedroht wird und Alias sich erneut verfolgt sieht, muss er lernen, dass Überleben für ihn mehr bedeutet als Essen und eine Unterkunft zu haben. Trotz ständiger Vorsicht sucht er nach Freundschaft, die er in dem Albino-Jungen Salum findet. Mit Salums Hilfe gelingt es ihm, eine neue Identität, abseits der eines Gejagten, aufzubauen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

In seinem – inzwischen mehrfach ausgezeichneten – Spielfilmdebüt folgt der israelische Multimediakünstler Noaz Deshe weniger einer äußeren Chronologie als der subjektiven Perspektive seines Hauptprotagonisten, die von permanenter Wachsamkeit geprägt ist. Ebenso auf der Bild- wie auf der Tonebene hat der Regisseur dafür beeindruckende stilistische Mittel gefunden.