Juju Factory

Demokratische Republik Kongo/Belgien 2007, Balufu Bakupa-Kanyinda
mit Dieudonné Kabongo, Carole Karemera, Donatien Katik Bakomba, Aline Bosuma. Digital, 97 Minuten Sprachen: Französisch mit dt. Untertiteln

 

 

JUJU FACTORY erzählt die Geschichte des Schriftstellers Kongo Congo, der in Brüssels ‚afrikanischem Viertel’ Matongé lebt und von seinem Verleger den Auftrag erhält, ein Buch darüber zu schreiben. Statt wie gefordert einen Touristenführer zu verfassen, entwickelt Kongo Congo anhand von Notizen über die Menschen, denen er täglich in Matongé begegnet, eine historische Narration des Viertels, zwischen Kolonialismus und Migration.

In semidokumentarischen Sequenzen und an Daily Soaps angelehnten Szenen zeichnet der Film alltägliche Geschichten aus der kongolesischen Diaspora in Brüssel, wobei in der Charakterisierung der Figuren immer wieder feine Ironien aufblitzen. Sie sind es, die unvermittelt in die Tiefen einer unheimlichen Geschichte stürzen und das koloniale Trauma an die Oberfläche spülen. Für JUJU FACTORY hat Regisseur Balufu Bakupa-Kanyinda eine ungewöhnliche Form gewählt. Mal im Stil einer Fernsehreportage, mal essayistisch oder als Spoken Word Performance fügt sich der Film zu einer Collage zusammen, die Brüche und Verbindungen unterschiedlichster Zusammenhänge sichtbar macht.