Die besten Jahre unseres Lebens

The Best Years of Our Lives
USA 1946, William Wyler
mit Frederick March, Dana Andrews, Harold Russell. 172 Minuten, Originalfassung mit englischen Untertiteln.

 

 

Drei Männer - sie wirken fast wie Vater, Sohn und Bruder - kehren aus dem Krieg in eine amerikanische Kleinstadt zurück. Die Beschaulichkeit und Unversehrtheit dieses Ortes befremdet sie, ihre Erfahrungen der letzten Jahre passen nicht recht hierher. Al, der älteste von ihnen, kehrt zu seiner Frau und den Kindern zurück und arbeitet wieder als Angestellter in der Bank. Fred, der aus einfachen Verhältnissen kommt, wurde im Krieg zum Offizier der Luftwaffe. Doch jetzt bleibt ihm nur sein alter Vorkriegsjob als Mixer in einer Milchbar. Homer hat beide Hände verloren und als Prothese zwei Stahlklauen bekommen. Wie er damit sein Mädchen umarmen soll, hat ihm die Army allerdings nicht beigebracht. William Wyler entwickelt ein atmosphärisch sehr dichtes Porträt der unmittelbaren Nachkriegsgesellschaft in den USA. Die Probleme der heimkehrenden Männer waren ihm als ehemaligen Offizier der Air Force vertraut. Eine große Detailgenauigkeit, die vom Dekor bis zur Besetzung reicht, und eine Bildregie, die meisterhaft die Möglichkeit der Tiefenschärfe nutzt, machen „Die besten Jahre unseres Lebens“ zu einem überragenden Film. Mit seiner kritischen Behandlung des Themas Kriegsheimkehrer bildet er zudem eine Ausnahme unter den Hollywood-Produktionen jener Zeit.

Der Regisseur William Wyler wurde 1902 im elsässischen Mülhausen geboren, das damals zum deutschen Kaiserreich gehörte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es wieder französisch und Wyler lernte die Kultur und Sprache des Nachbarlandes kennen. Der Universal-Chef Carl Laemmle, ein Cousin von Wylers Mutter, nahm ihn dann 1920 mit zu sich nach Amerika, wo der das Filmhandwerk von der Pike auf erlernte.

 

Eintritt 7.- € / 5,50 € ermäßigt