Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse

BRD 1984, Ulrike Ottinger
mit Veruschka von Lehndorf, Delphine Seyrig, Tabea Blumenschein. 35mm, 150 Min.

 

 

Der Filmtitel DORIAN GRAY IM SPIEGEL DER BOULEVARDPRESSE entspricht der Komplexität des Films. Es geht um die Verführung der Macht und die Verführbarkeit des Menschen zur Macht, um das, was man mit der literarischen Figur des Dorian Gray verbindet, den Narzissmus, das Dandytum, sowie um die Möglichkeiten der Boulevardpresse, einer Form der Machtausübung.

Frau Dr. Mabuse, Chefin eines internationalen Pressekonzerns, hat einen skrupellosen Plan: „Unser Konzern wird einen Menschen schaffen, den wir nach unseren Vorstellungen formen und nach unserem Belieben leiten: Dorian Gray – jung, reich, schön. Wir werden ihn aufbauen, verführen, vernichten. Wir lassen ihn all das erleben, was unsere Leser nicht zu träumen wagen. Eine Art Fortsetzungsroman, den wir Schritt für Schritt inszenieren.“ (nach Ulrike Ottinger)