Room 237

USA 2012, Rodney Ascher
Digital, 107 Min., dt.Untertitel.

 

 

In diesem Meta-Film über Stanley Kubricks THE SHINING lässt der Filmemacher Rodney Ascher fünf sehr sorgfältige Beobachter dieses Films zu Wort kommen. Gezeigt werden sie nie, man folgt nur ihren Interpretationen und sieht zahlreiche Ausschnitte aus diesem und anderen Filmen Kubricks. Gemeinsam ist ihnen allen die Überzeugung, dass dieser Regisseur ein überragendes Genie war, bei dem noch das geringste Detail eine Bedeutung hat und nicht zufällig in dem Film ist. Betrachtet man den Film nun beispielsweise mit Einzelbildschaltung, dann lassen sich Tausende Details und offensichtliche Anschlussfehler im Bild erkennen, aus denen nun zum Teil recht steile Thesen abgeleitet werden. Nicht alles davon ist Unsinn, manche Gedanken finden sich auch in der seriösen Kubrick-Rezeption. Anderes erscheint eher einer blühenden Phantasie entsprungen zu sein. Und man gewinnt gelegentlich den Eindruck, wer sich jahrelang intensiv mit einem Film über Wahnsinn beschäftigt, der läuft am Ende selbst Gefahr, sich zu infizieren. Dem Vergnügen des Publikums tut das aber keinen Abbruch.