Iraqi Odyssey

Irak/Schweiz/Deutschland 2015, Samir
Digital, 162 Min. Arabisch/Englisch, dt.UT.

 

 

Der Filmemacher Samir - sein Vater ist Iraker, seine Mutter Schweizerin, mit sechs Jahren siedelte er in die Schweiz über - spürt in diesem monumentalen Film seinen irakischen Wurzeln nach. In jahrelanger Arbeit hat er dafür seine über den ganzen Erdball verstreute Verwandtschaft aufgesucht. Die Lebensläufe der Onkeln, Tanten, Kusinen und Halbschwestern verwebt Samir zu einem gewaltigen Gesamtbild des Iraks im 20. und 21. Jahrhundert. Neben den Erzählungen der Familienmitglieder hat er dafür eine unglaubliche Fülle an historischem Material verwendet, das von Wochenschauaufnahmen über private Fotos und Filme bis zu Ausschnitten aus Propaganda- oder populären ägyptischen Spielfilmen reicht. In mehrere Kapitel unterteilt zeichnet er den Verfall seines Vaterlandes nach und entwirft ein völlig neues Bild des Iraks und seiner wechselvollen Geschichte. Der Film war, trotz seiner enormen Länge, in Samirs Heimatland Schweiz ein erstaunlicher Publikumserfolg.