No Land's Song

Deutschland/Frankreich 2015, Ayat Najafi
Digital, 90 Min., Engl./Farsi/Französisch/dt.UT

 

 

Seit der Islamischen Revolution 1979 sind Sängerinnen im Iran aus der Öffentlichkeit verbannt. Außer vor einem rein weiblichen Publikum, dürfen sie nicht mehr solo auftreten. Aufnahmen einstiger weiblicher Ikonen sind nur noch auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Die iranische Komponistin Sara Najafi ist entschlossen, das kulturelle Gedächtnis aufzufrischen, indem sie Teheran auf den Spuren berühmter Sängerinnen der 1920er und 60er Jahre durchstreift. Sie möchte die weibliche Stimme in der Gegenwart beleben und plant ein Konzert mit iranischen und französischen Solistinnen - auch, um kulturelle Brücken wieder aufzubauen. Der heute in Berlin lebende Regisseur Ayat Najafi hat die Vorbereitungen zwischen Teheran und Paris zweieinhalb Jahre begleitet. Lässt sich mit interkultureller Solidarität und der revolutionären Kraft der Musik gegen die Willkür des Systems ankommen? Politthriller und musikalische Reise zugleich, vergisst der Film nie sein Zentrum: die Stimmen der Frauen. (nach: Dok Leipzig 2014)

 

Am Freitag 01. April ist der Regisseur Ayat Najafi zu Gast im studio 3.