Mercedes Sosa, die Stimme Lateinamerikas

Mercedes Sosa, la voz de latinoamérica
Argentinien 2013, Rodrigo H. Vila
Digital, 90 Min., dt.Untertitel

 

 

Die indigene argentinische Sängerin Mercedes Sosa (1935 – 2009) avancierte in den 1970er und 80er Jahren mit ihren Liedern zum Symbol des politischen Kampfs gegen die Militärdiktaturen Lateinamerikas. Sie begleitete und erlebte die Revolten und Proteste und wurde darüber zu einer Ikone von Revolution und Widerstand. In seinem Dokumentarfilm vermeidet Rodrigo H. Vila jede Revolutionsromantik und schlägt von Anfang an einen sehr persönlichen Ton an. Er begleitet Sosas Sohn Fabian Matus auf der Suche nach dem Leben seiner Mutter. Die Brüder der Sängerin erzählen von Familie und Kindheit. Der Film handelt gleichermaßen von privaten Umbrüchen, Scheidungen und Todesfällen, von Reisen und den politischen Umbrüchen wie dem Militärputsch 1973 in Chile und drei Jahre später auch in Argentinien, der sie schließlich ins Exil nach Paris und Madrid zwang. Die Qualität dieser berührenden Hommage liegt aber auch in den exzellenten Archivmaterialien, Fernsehmitschnitten und Konzertaufzeichnungen. So gelingt Vila die Balance zwischen dem spannenden Abriss von Musik- und Zeitgeschichte und persönlicher Biografie. (nach: Wolfgang Hamdorf, film-dienst 25/14)