Letztes Jahr in Marienbad

L‘Année dernière á Marienbad
Frankreich 1961, Alain Resnais
mit Delphine Seyrig, Giorgio Albertazzi, Sacha Pitoëff. 35mm, 93 Min., dt.Untertitel.

 

 

Entstanden nach einem Drehbuch des Schriftstellers Alain Robbe-Grillet festigte Alain Resnais mit diesem Film Anfang der 1960er Jahre seinen Ruf als einer der wichtigen Modernisierer des europäischen Autorenkinos. Sich ihm über eine Inhaltsbeschreibung zu nähern, ist allerdings kaum möglich. Die Grammatik der Filmsprache dient hier nicht in erster Linie einer konventionellen Narration, sondern einer Aufhebung der Trennung zwischen Realität und Phantasie, zwischen Vergangenheit und Zukunft. „In Marienbad zeigen wir immer die Gedanken der Personen. Es war nur ein Spiel, die Personen bewegten sich nur in ihren Träumen. Dieser Film zeigte nur Gefühle, und es gab immer mindestens zwei Lösungen – nicht hundert, wie man geschrieben hat, das stimmt nicht – aber die Bilder hatten immer eine doppelte Bedeutung.“ (Alain Resnais, 1984)

Bevor Alain Resnais Anfang März im Alter von 91 Jahren gestorben ist, erhielt er für seinen letzten Film AIMER, BOIRE ET CHANTER auf der Berlinale den Alfred-Bauer-Preis, der für neue Perspektiven der Filmkunst verliehen wird.