Vater

Apa
Ungarn 1966, István Szabó
mit Miklós Gábor, Klári Tolnay, András Bálint, Dani Erdélyi. 35mm, 85 Min., dt.Untertitel

 

 

VATER war István Szabós zweite Regiearbeit und brachte ihm internationale Beachtung. Der Film stellt die vollendete Synthese zweier Strömungen im ungarischen Film dar: der Beschäftigung mit der jungen Generation und der Erinnerung an die Vergangenheit. VATER ist ein Werk, das durch seine technische Vollkommenheit berauscht und gleichzeitig bewegt. Der Film folgt bruchstückhaft der Entwicklung eines Jungen, der den Verlust des Vaters in seiner Phantasie durch ein überlebensgroßes Vaterbild kompensiert. Als er schließlich nach dessen tatsächlichem Leben forscht, erfährt er, dass dieser ein geschätzter Mensch war, aber kein Held, sondern ein Durchschnittsbürger. Die Beziehung zu einer jüdischen Mitstudentin, deren Eltern Opfer des Holocausts wurden, öffnet dem Jungen schließlich die Augen für die Lächerlichkeit seines Verhaltens. Mit dem Vorsatz endlich aus eigener Kraft etwas zu  leisten, durchschwimmt er die Donau. Hinter ihm sieht man viele andere, die offenbar die gleiche Mutprobe unternehmen.