Blow Up

Gro├čbritannien 1966, Michelangelo Antonioni, 110 Min.
35mm, dt.Untertitel

 

 

Ein junger Londoner Fotograf entdeckt bei der Vergrößerung einer Aufnahme, dass er vermutlich Zeuge eines Mordes gewesen ist. Er wird in eine seltsame Kriminalgeschichte hineingezogen, deren nähere Umstände sich nicht ergründen lassen, sodass man geneigt ist, an eine Halluzination zu glauben. Das Durchforschen der immer stärker vergrößerten Fotos und die Entdeckung der am Rande der Erkennbarkeit liegenden Einzelheiten hat etwas Elektrisierendes für den Zuschauer. Mit einem Mal ist die Perspektive auf den Fotografen, auf seine Tätigkeit, auf die Fotos und auf den Film als Ganzes verändert.

BLOW UP, im Auftrag Carlo Pontis in England gedreht, ist für Antonionis Werk ähnlich wie 8 1/2 bei Fellini von paradigmatischer Bedeutung. Denn der Film reflektiert nicht nur über den Zustand der Welt, er ist vor allem eine Meditation über das Verhältnis von Wirklichkeit und Abbildung, über den Realitätscharakter von Bildern. (Ulrich Gregor, Geschichte des Films ab 1960)