Camera obscura

Spanien 2011, Maru Solores
mit Josean Bengoetxea, Leire Berrocal, Victor Clavijo, J. Duarte. Digital, 94 Min., dt.Untertitel.

 

 

Ane ist dreizehn Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Bruder im spanischen Baskenland. Bei einem Unfall verliert sie das Augenlicht und muss operiert werden. Seitdem ist das familiäre Gleichgewicht abhanden gekommen. Der Bruder Imanol fühlt sich benachteiligt, die Eltern Koldo und Lucia reagieren zunehmend gereizt und aggressiv aufeinander. Gleichzeitig ist Anes Blindheit das letzte Glied, das die Familie noch zusammenhält. Der Debütfilm der baskischen Regisseurin Maru Solores erzählt ohne jegliche Larmoyanz vom Umgang mit Blinden und Behinderten, von Ignoranz und Bevormundung. Auch optisch gelingt es der Inszenierung, die Welt des blinden Mädchens in eindringlichen Bildern zu erfassen. CAMERA OBSCURA ist ein subtiles, feinfühliges Familiendrama über ein blindes Mädchen, das seinen Platz im Leben sucht.