Cobra Verde

Deutschland 1987, Werner Herzog
mit Klaus Kinski, King Ampaw, Salvatore Basile. 35mm, 106 Min.

 

 

Herzogs fünfte und letzte Zusammenarbeit mit Klaus Kinski basiert auf Motiven des Romans „Der Vizekönig von Quidah“ des britischen Autors Bruce Chatwin. Die Geschichte aus dem 19. Jahrhundert war wie geschaffen für diesen Regisseur mit seiner Vorliebe für archaische Stoffe und für getriebene Helden, die erst im Scheitern die wahre Erlösung finden. Der ehemalige Goldgräbersklave Da Silva wird zum gefürchteten Banditen, genannt Cobra Verde. Ein brasilianischer Zuckerbaron ernennt ihn zum Aufseher über seine 600 Sklaven auf einer Plantage. Schließlich wird er nach Afrika abgeschoben, um bei einem König neue Sklaven zu kaufen und steigt zum Vizekönig auf. Ein von ihm trainiertes Amazonenheer führt er in die Revolution. Als in Brasilien die Sklaverei abgeschafft wird, ist auch für Cobra Verde die Zeit vorbei. In seiner berühmten Schlusssequenz findet Herzog beeindruckende Bilder für die ganze Hybris dieses Mannes.

 

Auf dem Büchertisch eine exklusiv für die Büchergilde neugestaltete Ausgabe von Bruce Chatwins Roman „Der Vizekönig von Quidah“ mit Illustrationen der kanadischen Künstlerin Sylvie Ringer.

 

Das ausgesuchte literarische, musikalische und künstlerische Programm der Büchergilde Gutenberg ist in der Karlstraße 13 in der Metzlerschen Buchhandlung – Fachbuchhandlung für Recht und Steuern – zu finden.