Bonjour Sagan

Sagan
Frankreich 2008, Diane Kurys
mit Sylvie Testud, Pierre Palmade, Lionel Abelanski. 35mm, 117 Min., dt.Untertitel

 

 

Als 18-jährige Literaturstudentin veröffentlichte Françoise Quoirez unter dem Pseudonym Sagan ihren ersten Roman „Bonjour Tristesse“, der - nur in wenigen Wochen geschrieben - ebenso schnell vergriffen war und sie schlagartig berühmt machte. Die autobiografisch geprägte Geschichte eines jungen Mädchens, das frei von Schuldgefühlen seine Sexualität auslebt und einen anderen Menschen in den Selbstmord treibt, sorgte für einen Skandal und traf zugleich den Nerv der Nachkriegsgeneration von 1954. Die Schriftstellerin schien den Lebenshunger ihrer Romanfigur zu teilen. Mit ihrem Freiheitsdrang und exzentrischem Lebensstil wurde sie zur Ikone von Unabhängigkeit und Glamour. Die filmische Biografie, die sich vor allem den ersten Karrierejahren Françoise Sagans ausführlich widmet, zeichnet das Bild einer widersprüchlichen, zerrissenen Persönlichkeit. In der Titelrolle überzeugt Sylvie Testud, die das junge rebellische Mädchen ebenso glaubwürdig verkörpert wie die gealterte todkranke Frau.

 

Die Büchergilde präsentiert auf dem Büchertisch „Ein bisschen Sonne im kalten Wasser“, Françoise Sagans Roman von 1969 in einer neuen Übersetzung.