Computer Chess

USA 2013, Andrew Bujalski
mit Patrick Riester, Myles Paige, James Curry. Digital, 92 Min., dt.Untertitel.

 

 

Andrew Bujalskis Film ist eine Hommage an die Computer-Nerds der ersten Stunde und war einer der witzigsten Filme im Programm des Forums der diesjährigen Berlinale. Er ist eine ästhetische wie thematische Zeitreise in die frühen 1980er Jahre. Computer waren so groß wie Iglus und dem Menschen im Schachspiel noch unterlegen. Aber allen war klar, das ist nur eine Frage der Zeit. In einem Provinzhotel findet alljährlich ein Wettbewerb unter Programmierern statt, welches Computerprogramm am erfolgreichsten ist beim Kampf Mensch gegen Maschine. Die etwas verklemmten Tüftler treffen in dem Hotel auch noch auf eine Selbstfindungsgruppe, wodurch die Dinge dann etwas aus dem Ruder laufen. Gedreht wurde der liebevoll mit zahlreichen Details ausgestattete Film mit einer alten Sony-Videokamera, was den Zuschauer auch optisch in eine andere Zeit versetzt. Bujalski zeigt die Pioniere der Künstlichen Intelligenz fast wie die Mönche einer Sekte, denen er aber nicht ohne Sympathie begegnet.