Zabriskie Point

USA 1970, Michelangelo Antonioni
mit Mark Frechette, Daria Halprin, Rod Taylor. 35mm, 107 Min., dt. Fassung

 

 

Anlass der Präsentation von Zabriskie Point ist die aktuelle Ausstellung Albrecht Kunkel: QUEST, die bis 23.4.2017 im ZKM stattfindet. Kunkel übernahm 2006 Luftaufnahmen des geographischen Zabriskie Point in sein Werk und portraitierte die Hauptdarstellerin Daria Halprin in einer Pose, die an das apokalyptische Filmende angelehnt ist. Halprin erklärte 2006: „In the sixties we still had a tremendous amount of innocence. I hope that young people today have some of that left but I am not so sure. We believed that we could change the world.“

Zabriskie Point ist Michelangelo Antonionis Porträt der Vereinigten Staaten – und damit der westlichen Gesellschaft – im Krieg mit sich selbst. Der Mythos Amerikas als Wunderland unbegrenzter Möglichkeiten lag – wenn man dem Blick des italienischen Regisseurs folgt – 1970 ebenso am Boden wie die uneingelösten Ideale der Hippiebewegung. Antonioni lässt die Gewalt zwischen den revolutionären Bewegungen der Student*innen und der restriktiven Polizei in bürgerkriegsähnlichen Ausmaßen eskalieren. Auf der Flucht vor dieser tief gespaltenen Gesellschaft treffen Daria und Mark aufeinander. Bekannt ist der Kultfilm für die Love-in-Szene in den monumentalen Felsformationen des Death Valley und die wohl epischste Explosion der Filmgeschichte zur Musik von Pink Floyd.

 

Zu Gast ist der Kurator der Kunkel-Ausstellung im ZKM, Erec Gellautz.