Bambi

Frankreich 2012, S├ębastien Lifshitz
Digital, dt. Untertitel, 60 Min.

 

 

Sich selbst treu zu bleiben ist die Devise, an die sich „Bambi“ bei jedem neuen Lebensschritt hält. 1935 als Mann in einem kleinen algerischen Dorf unter dem Namen Jean-Pierre Pruvot geboren, hat er schon als Kind das Gefühl im falschen Körper zu leben. Jean-Pierre zieht sich vor den Erwartungen seiner Großfamilie zurück und sucht nach einem Weg, die Frau zu werden, die er innerlich schon immer war. In den 1950er Jahren zieht er, ermutigt von einer Vorstellung des berühmten Cabarets „Carrousel de Paris“, in die französische Hauptstadt, um dort auf den Music-Hall-Bühnen unter dem Künstlernamen "Bambi" das langersehnte Leben einer Frau zu führen. Aus Jean-Pierre wird Marie-Pierre.

Auf sehr persönliche, ja intime Weise blickt die heute 77-Jährige auf ihr Leben zurück und führt uns an die Orte ihrer Kindheit. Sie erzählt die Geschichte von ihrer ersten Liebe, der Freundschaft zu ihrer Künstlerkollegin Coccinelle, den Selbstversuchen mit Hormonen und der überraschenden Begegnung mit der Liebe ihres Lebens.

Regisseur Sébastien Lifshitz dokumentiert sensibel „Bambis“ Wandlung hin zu einer selbstbewussten transsexuellen Frau und erhielt dafür auf der Berlinale den Teddy Award „Bester Dokumentarfilm 2013“.