Reaching for the Moon

Brasilien 2013, Bruno Barreto
Digital, dt. Untertitel, 118 Min.

 

 

Die New Yorker Dichterin Elisabeth Bishop reist 1951 nach Rio de Janeiro, auf der Suche nach neuen Inspirationen für ihre Lyrik. Dort besucht sie ihre Studienfreundin Mary und deren Lebensgefährtin, die Architektin Lota de Macedo Soares. Beide leben gemeinsam in einem exotischen, ruhigen Tal. Von Lotas unkonventionellem Auftreten und ihrer brasilianischen Sinnlichkeit fühlt sich die schüchterne zugeknöpfte Elisabeth fast überrollt. Deren anfängliche Ablehnung schlägt bald in offene Avancen um – ganz zum Ärger der eifersüchtigen Mary. Als Elizabeth Lotas Drängen schließlich nachgibt und bleiben will, versucht Lota Mary gütlich zu stimmen, indem sie ihren Herzenswunsch erfüllt: ein Kind. Doch dann gewinnt Elizabeth den Pulitzer-Preis und Lota beginnt ihr Lebenswerk, die Gestaltung des Parque do Flamengo in Rio – und das fragile Gleichgewicht der Menage à trois zerbricht…

Die wunderbare Verfilmung von Bruno Baretto feierte auf der Berlinale 2013 ihre Weltpremiere und gehörte zu den absoluten Lieblingsfilmen des Panorama-Publikums. Die Ausstattung und der Soundtrack sind genauso fabelhaft wie die drei Darstellerinnen: Miranda Otto ist bekannt aus der DER HERR DER RINGE-Trilogie und Steven Spielbergs KRIEG DER WELTEN, Tracy Middendorf spielte MISSION: IMPOSSIBLE III und die Brasilianerin Glória Pires steht bereits seit ihrem fünften Lebensjahr vor der Kamera. Sie geben den Charakteren große Präsenz, Tiefe und Glaubwürdigkeit, was dieses biografische Drama zu einem einzigartigen Filmerlebnis macht.