Im Namen des...

W imie...
Polen 2012, Malgoska Szumowska
Digital, dt. Untertitel, 102 Min.

 

 

Ein weiteres Highlight der Berlinale, ausgezeichnet mit dem Teddy-Award „Bester Spielfilm 2013“, ist IM NAMEN DES..., in dem sich die polnische Regisseurin Malgoska Szumowska mutig einem sehr brisanten politischen Thema widmet. Es geht um schwule Priester in der katholischen Kirche.

Adam hat sich erst mit Anfang 20 dazu entschlossen, Priester zu werden. Immer wieder hat er seither seine Pfarreien gewechselt. Nun betreut er eine kleine Gemeinde in der tiefsten polnischen Provinz, wo er schwer erziehbare Jugendliche aus problematischen Verhältnissen unter seine Fittiche genommen hat. Prügeleien, Saufereien, Bösartigkeiten und harte Witze sind an der Tagesordnung. Doch Adam mag seine Arbeit. Persönlich jedoch fühlt er sich sehr einsam und verdrängt seine Sexualität, die ihm schlaflose Nächte bereitet. Er versucht sich durch endlose Joggingrunden im Griff zu behalten. Aber auch er ist ein Mensch aus Fleisch und Blut…..

Der Film berührt am stärksten in den Szenen, in denen Adam mit sich allein ist. Hauptdarsteller Andrzej Chyra spielt den innerlich zerrissenen polnischen Priester mit all seinen Gefühlsnuancen und seiner heimlichen Verzweiflung über ein nicht gelebtes Leben äußerst einfühlsam und authentisch. Die visuelle Gestaltung besticht durch eine eindrucksvolle Bildsprache, die in manchen Szenen durchaus an die Passionsgeschichte erinnert.