Apricot Groves

Armenien 2016, Pouria Heidary Oureh
79 Min, Originalfassung mit englischen Untertiteln

 

 

Die Zeichen stehen nicht gut, als sich der iranisch-armenische Aram in seine Heimat aufmacht, den Segen für seine Hochzeit einzuholen. Aram ist transsexuell und lebt seit seiner Kindheit in den USA, dort hat er auch seine armenische Freundin kennengelernt. Gemeinsam mit seinem Bruder macht er sich nun auf nach Armenien – zur Familie seiner Zukünftigen. Deren Kultur achtend, möchte er beim Vater um ihre Hand anzuhalten. In der Hoffnung ihr Vater schafft das, wozu er Jahre zuvor bei ihrem Bruder nicht im Stande war: All seine Vorbehalte und Ängste aufgrund unterschiedlicher Religionen, Herkunft und Ideologien hinter sich zu lassen und mit dem Herzen das Glück des jungen Paares zu sehen.

APRICOT GROVES entführt uns in die wunderschöne Landschaft des armenisch-iranischen Grenzgebiets samt all seiner Spannungen, der aufeinander prallenden, konträren Religionen und Weltanschauungen. Die Konflikte entladen sich zumeist nicht, man lebt friedlich miteinander oder eher in Parallelwelten – aber was, wenn diese Welten sich kreuzen?

Es ist die Liebe junger Menschen, die diese Grenzen überwindet – auch in den Köpfen der Elterngeneration. Leider noch lange nicht in allen Köpfen: Ein Aufschrei gegen Zensur hallt durch Armenien, seit der bereits angesetzte APRICOT GROVES aus dem Programm des Golden Apricot Yerevan International Film Festival gestrichen wurde und von den Kinos trotz zugesagter Unterstützung und bereits erfolgter Zahlungen nicht gezeigt wird.