Ein Weg

Deutschland 2017, Chris Miera
107 Min., Originalfassung

 

 

Ein kleiner beschaulicher Ort in Thüringen. Andreas’ Tischlerwerkstatt läuft wieder gut und Martin ist beruflich nicht mehr so viel unterwegs wie früher. Sohn Max ist aus dem Haus. Endlich haben die beiden wieder mehr Zeit für sich und fahren im November an die Ostsee – wie sie es früher immer gemacht haben. Doch Martin ist unzufrieden: Das Wetter ist schlecht und er wäre doch lieber zu Hause geblieben. Andreas reißt sich die Kleider vom Leib und schmeißt sich in das kalte Meer. Voller Sorge versucht Martin, ihn zurückzuziehen und schluckt das salzige Wasser, als er stolpert. Die Vertrautheit scheint verlorengegangen. Zurück in ihrem Ferienhaus ist die Stimmung von den unterschiedlichen Erwartungen gestört. Eine behutsame Annäherung an die Spuren einer langen Beziehung.

Ein Weg erzählt die Liebe zweier Menschen. Nicht wie sie zusammenkommen, nicht eine Phase, die sie durchleben, sondern ihre gemeinsame Zeit: all die Jahre zwischen dem ersten Kuss und heute.

Bei seinem Abschlussfilm an der Filmhochschule Babelsberg hatte Chris Miera mit Drehbuch, Regie, Kamera und Produktion alle Fäden in der Hand. EIN WEG lief auf der Berlinale im Programm „Perspektive Deutsches Kino“.