Los Angeles Plays Itself

USA 2003, Thom Andersen
Digital, 169 Min., Originalfassung

 

 

Noch nie hatte ein Film eine derartige Besetzung von Superstars aufzuweisen und sie gleichzeitig zu Statisten degradiert. Die Stadt Los Angeles spielt die Hauptrolle und entpuppt sich als vielseitige Charakterdarstellerin. Thom Andersen montiert aus berühmten Spielfilmszenen ein Porträt der Stadt der Engel. Erstaunliche Behind-the-Scenes-Aufnahmen, allseits beliebte Locations, die bereits für jeden Ort der Welt herhalten mussten, endlose Verfolgungsjagden vorbei an McDonalds, Motels und Tankstellen, die nie für das Publikum geöffnet wurden, lassen den Film wie ein Mantra funktionieren, dem man sich nicht entziehen kann. (Katalog Filmfest München 2004)

„Die wahre(n) Geschichte(n) des Kinos von Los Angeles: Thom Andersen analysiert die (Fehl-) Repräsentation seiner Heimatstadt und ihrer Architektur im Kino: Aus einem illustrierten Vortrag ‚nur für Einheimische‘ wurde ein aufklärerischer Video-Essay für jedermann. Polemik und Archäologie als Manifest: Das selbstgefällig mythische Movieland vieler renommierter Prestigeproduktionen wird demontiert, von glaubhafteren Gegenbeispielen kontrastiert, etwa dem materialistischen Car-Crash-Meisterwerk GONE IN 60 SECONDS und der Vérité-Wiederentdeckung THE EXILES.” (Christoph Huber, Viennale 2008)