Freistatt

Deutschland 2015, Marc Brummund
mit Louis Hofmann, Alexander Held, Max Riemelt. Digital, 104 Min.

 

 

Während Ende der 1960er Jahre für viele in Deutschland eine neue Ära der Freiheit anbricht, wird der 14-jährige Wolfgang von seinem Stiefvater nach Freistatt geschickt, ein sogenanntes Fürsorgeheim für schwer erziehbare junge Männer. Das Heim liegt in einem weitläufigen Moor und erweist sich als Arbeitslager mit harten Regeln, in dem die Jugendlichen täglich zum Torfstechen antreten müssen. Wer sich nicht fügt, wird mit Essensentzug, Prügel oder perfiden Methoden der Erniedrigung bestraft. Bald ist Wolfgang, der sich der systematischen Unterdrückung nicht unterordnen will, nicht nur dem Machtmissbrauch der Heimleitung und Aufseher ausgesetzt, sondern auch den Schikanen der anderen Jungen, die ihre eigene Hierarchie aufgebaut haben. Auf sich allein gestellt und trotz des Risikos, versucht er aus der Anstalt auszubrechen.

Ein eindrücklicher Film über gewalttätige Heimerziehung, der auf wahren Ereignissen beruht und an Originalschauplätzen gedreht wurde.

 

Nach der Vorführung besteht Gelegenheit zum Gespräch mit Michael Schröpfer, Vorstandsvorsitzender der Hardtstiftung Karlsruhe und Stefan Lau, Haus Bodelschwingh  Karlsruhe.