Jalda und Anna – Erste Generation danach

Deutschland 2012, Katinka Zeuner/Benjamin Laser
Digital, 75 Min.

 

 

Die Künstlerinnen Jalda Rebling und Anna Adam leben zusammen in Berlin. Sie sind Jüdinnen der „ersten Generation“ nach der Shoah. Das Aufwachsen als Jüdinnen im Nachkriegsdeutschland in Ost und West hat sie nachhaltig sensibilisiert für gesellschaftliche Prozesse. “Es darf Spaß machen, jüdisch zu sein“, kann Jalda Rebling heute sagen. Eigenwillig und beharrlich haben sich die beiden Frauen eine eigene Lebensweise geschaffen: Jalda als eine der wenigen ordinierten jüdischen Kantorinnen in ihrer selbstgegründeten egalitären jüdischen Gemeinde und Anna, die in ihrem „Happy Hippie Jew Bus“ durchs Land tingelt und mit ihren Kunstobjekten den herrschenden Gedenkkanon unterwandert. Zwei Jahre lang haben Katinka Zeuner und Benjamin Laser sie in ihrem Alltag zwischen Berlin, der deutschen Provinz und bis nach Israel mit der Kamera begleitet. Entstanden ist das Porträt zweier Frauen, die heute selbstbewusst stolz und jüdisch in Deutschland leben, sich mit Bestimmtheit und Humor ihren Platz in der Gesellschaft nehmen und diesen immer wieder neu gestalten.