Hockney

Gro├čbritannien 2014, Randall Wright
Digital, 112 Min., Englisch/dt.UT

 

 

David Hockney, einer der wichtigsten britischen Künstler der Gegenwart, ist nur wenigen wirklich bekannt, auch wenn viele von ihm gehört haben. Er hat als Maler, Grafiker, Fotograf und Bühnenbildner gearbeitet und lange Zeit in Kalifornien verbracht. Im Jahr 2000 ist er nach England zurückgekehrt und widmet sich vor allem der Malerei. Geprägt von seiner Neugier und seinem Erneuerungswillen, sind seine Werke immer noch wegweisend. Randall Wright zeichnet in seinem Film ein umfassendes Bild des Künstlers. Aus einer Fülle von Dokumenten, Fotos und Bildern, Interviews mit Freunden und Kollegen entsteht ein Porträt, in dem man einen äußerst sympathischen Maler kennenlernt, einen Menschen, der über seine Bilder zu uns spricht und wenig von dem offenbart, was sein Innerstes bewegt. Wie in einem bunten Hain geht der Film in seinen Bildern spazieren, blendet das eine über das andere und das dann über die dargestellte Wirklichkeit. Hockneys Swimmingpool-Serie, die bizarren Brechungen des Lichts im Wasser, das immer gleiche Sprungbrett und die klaren blauen Farben, bilden dabei den Kern des Films. HOCKNEY löst genau das ein, was er verspricht. Ein sachliches Porträt - unstrittig im Material, vielfältig in der Aussage - das so viel wie möglich zeigen will, um diesem Ausnahmetalent der britischen Moderne gerecht zu werden. (nach: Ulrich Sonnenschein, epd film 10.2015)