Heart of a Dog

F/USA 2015, Laurie Anderson
Digital, 75 Min., Englisch/dt.UT

 

 

„Hello, little bony head - I will love you forever“, sagt die Stimme von Laurie Anderson, sanft und spöttisch. Zu sehen ist eine animierte Zeichnung, auf der einer Person in einem Bett ein Bündel überreicht wird, aus dem eine Hundeschnauze ragt. HEART OF A DOG erzählt von einer Hündin, der verstorbenen Rat Terrier Lolabelle, die ein Zuhause bei Laurie Anderson und Lou Reed hatte. Lolabelle, die Klavierspielen lernt und Konzerte gibt – ein Synonym für die Welt, das Lebendige schlechthin, Glück und Verlust. In ihrem zweiten Film – 30 Jahre nach Home of the Brave – lässt die Multimedia-Künstlerin Laurie Anderson einen Assoziationsraum entstehen, der um Liebe und Vergänglichkeit kreist und damit auch um die Beschaffenheit von Erinnerung. In unnachahmlicher Weise setzen sich Dokumentarisches, Fiktives, Animation, Stimme und die Musik Laurie Andersons zu einer Collage zusammen, in der tagebuchartige Aufzeichnungen, Kindheitserinnerungen, buddhistische Vorstellungen vom Leben nach dem Tod und philosophische Gedanken zu Datenerhebung und Überwachungskultur miteinander verwoben sind. Ein ebenso persönliches wie universelles Filmgedicht über die existentiellen Dinge.