Transes - Reiter auf dem toten Pferd

Schweiz 1982, Clemens Klopfenstein
86 Minuten

 

 

Der Schweizer Regisseur und Kameramann Clemens Klopfenstein liebt die Nacht, in kaum einem seiner Filme wird sie ausgelassen. Er liebt sie nicht zuletzt auch deshalb, weil er ein Augenmensch ist. Die Nacht schärft den Blick und macht Dinge sichtbar, die man am Tage so nicht wahrnimmt. TRANSES ist ein Film über das Fahren in der Nacht, außerhalb der Städte, im Auto und in der Eisenbahn, quer durch den europäischen Kontinent, vom Norden nach dem Süden, durch Schneenächte, Regennächte, Wolkennächte, immer in der Landschaft, durch Orte nur hindurch. Kaum je wissen wir, wo wir sind. Mal entziffert man ein Strassenschild, mal hört man eine exotische Sprache, doch vielleicht sind wir mit dem nächsten Schritt schon wieder an einem ganz anderen Ort. Die Kamera erfasst unterwegs Menschen auf den Straßen, im Zug, auf den Bahnhöfen, draußen in der scheinbar weglosen Landschaft. Es sind Beobachtungen, die eine Fülle des Lebens ausbreiten und aus denen sich Geschichten wie von selbst ablösen.