Grass

USA 1925, Merian C. Cooper / Ernest B. Schoedsack
71 Minuten, englische Zwischentitel

 

 

Eine Rarität aus der Frühzeit des ethnographischen Films von den beiden Regisseuren, die 1933 mit „King Kong“ in die Filmgeschichte eingingen. Ihr Film beschreibt eine Expedition mit der Kamera durch Kleinasien und das Gebiet des heutigen Iran. Die Filmemacher und eine Journalistin begleiten zu Fuß über Wochen den nahezu vergessenen Nomadenstamm der Bachtiaren. Zweimal jährlich im Wechsel der Jahreszeiten unternimmt der Stamm mit seinen Herden gewaltige Wanderungen. Auf beladenen Eseln und Pferden geht es tagelang durch die Berge, bis sie mit ihren Tausenden von Tieren an den Fluss Karun kommen. Hier bauen sie Flöße aus aufgeblasenen Ziegenfellen, auf denen sie einige Ziegen, Schafe und Kälber fixieren und über den Strom paddeln, alle anderen Tiere müssen durch das Wasser schwimmen. Das lebensgefährliche Übersetzen dauert sechs Tage und die Filmaufnahmen davon bilden den spektakulären Höhepunkt eines an Schauwerten ohnehin sehr reichen Films.