Tödliche Hilfe

Assistance Mortelle
Frankreich/Haïti/USA/Belgien 2012, Raoul Peck
Digital, 100 Min., Englisch, Französisch, Kreol, Deutsch/dt.UT

 

 

Am 12. Januar 2010 erschüttert ein schweres Erdbeben die Hauptstadt von Haïti. Rund 250.000 Menschen sterben, mehr als 1,2 Millionen werden obdachlos. NGOs aus aller Welt entsenden Experten, die das Land beim Wiederaufbau unterstützen sollen. Während einer internationalen Geberkonferenz werden Milliarden versprochen; die Interim Haïti Recovery Commission (IHRC) mit Bill Clinton an der Spitze soll die globale Solidarität steuern. Doch zwei Jahre später fällt die Bilanz ernüchternd aus. In einer filmischen Spurensuche rekonstruiert Raoul Peck, wie es dazu kommen konnte, dass dem Zehn-Millionen-Volk in der Karibik trotz weltweiter Versprechen nur unzureichend geholfen wurde. (trigon)

TÖDLICHE HILFE geißelt das kollektive Gutmenschentum und das Scheuklappendenken der Institutionen. Angesichts des generellen Versagens der Entwicklungshilfe fordert der Film die sofortige Einstellung der derzeitigen "Hilfs"-Strategien.