Der Mann mit der Kamera

Tschelowjek s kinoapparatom
UkrSSR 1929, Dsiga Wertow
Live begleitet von Chatschatur Kanajan (Violine/Live-Elektronik). Mit einer Einführung von Elena Vogman. Digital, 66 Min., Russische Titel/engl.UT

 

 

Ein Film über die demiurgische Kraft des Films. Wertow verstand ihn als „theoretisches Manifest“, Pilotprojekt einer „absoluten Kinografie“, die sogar auf Zwischentitel verzichtet. Die Montage-Rhythmik und die Dynamik ihrer Intervalle bewirken eine neue Organisation von Bewegungen: von Körpern, Dingen, Maschinen und Transportmitteln im Tagesverlauf einer Stadt. Die poetische Montage der Aufnahmen aus verschiedenen Städten (Kiew, Moskau, Odessa) schafft „Nähte“ und Kreuzungen zwischen Hand und Gesicht, Auge und Kamera, Körper und Haus, Geburt und Tod. Film stellt sich hier aus als Medium rhythmisch organisierter Isomorphien zwischen Mensch und Technik.