Dibbuk

Polen/Israel 2015, Marcin Wrona
mit Itay Tiran, Agnieszka Zulewska, Andrzej Grabowski. Digital, 94 Min., Polnisch/dt.Untertitel

 

 

Nach einer jüdischen Volkslegende ist ein Dibbuk der böse Geist eines Verstorbenen, der von einem lebenden Menschen Besitz ergreift, was von dessen Umgebung als Besessenheit gedeutet wird. Diese Legende dient dem polnischen Regisseur Marcin Wrona als Hintergrund für eine bittere Parabel mit Mystery-Elementen über das Verdrängen und Vergessen historischer Schuld. Ein junger Architekt kehrt für seine Hochzeit nach Polen zurück. Am Ort der bevorstehenden Feierlichkeiten entdeckt er beim Graben im Garten menschliche Knochenreste, die er zunächst ignoriert. In der Folge scheint er von der Seele des Toten besessen zu sein. Während der feucht-fröhlichen Hochzeitsfeier eskalieren die Ereignisse, verzweifelt versuchen die ahnungslosen Eltern der Braut den Schein zu wahren. Der auf zahlreichen Festivals präsentierte Film wirft einen kritisch-pessimistischen Blick auf polnische Befindlichkeiten.

 

In Zusammenarbeit mit dem Forum Polnischer Kultur e.V. Karlsruhe.