Séraphine

Frankreich/Belgien 2008, Martin Provost, 125 Min.
mit Yolande Moreau und Ulrich Tukur. 10. bis 13. Klasse

 

 

1912, der erste Weltkrieg rückt näher, der deutsche Kunstsammler Wilhelm Uhde zieht in das französische Städtchen Senlis, um sich dem Schreiben zu widmen und sich vom hektischen Leben in Paris zu erholen. Als Haushälterin stellt er die widerborstige und unscheinbare Séraphine ein. Eines Tages entdeckt er bei Nachbarn ein kleines auf Holz gemaltes Bild, das ihn sogleich fasziniert. Zu seiner großen Überraschung stellt sich heraus, dass das Bild von seiner Haushälterin Séraphine gemalt worden ist. Von den unkonventionellen Werken begeistert, beschließt der Kunstkenner Uhde, der als Entdecker von Picasso und Rousseau gilt, die eigenwillige und von ihren Mitmenschen belächelte Séraphine zu fördern.

Mit Séraphine gelingt Martin Provost ein überzeugendes filmisches Porträt der wichtigen, aber immer noch weitgehend unbekannten Künstlerin Séraphine Louis – einer der zentralen Vertreterinnen der Naiven Kunst. In Frankreich avancierte der Film innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsliebling und gewann 2009 sieben Césars –  darunter diejenigen für Besten Film, Beste Hauptdarstellerin, Bestes Drehbuch sowie Beste Kamera.