Das Testament des Dr. Mabuse

Deutschland 1932/33, Fritz Lang
mit Rudolf Klein-Rogge, Oskar Beregi. Karls Meixner. 35mm, 120 Min.

 

 

Bereits Anfang der 1920er Jahre hatte sich Fritz Lang in einem zweiteiligen Stummfilm mit der Figur des Mabuse beschäftigt, diesem bedingungslosen Propagandisten der Herrschaft des Verbrechens. Mabuse, der jetzt als Wahnsinniger in einer Heilanstalt lebt, verbreitet mit Hilfe eines von ihm hypnotisierten Arztes Schrecken in der Welt. Dieser spannend und suggestiv inszenierte Thriller wurde vom Regisseur selbst 1943 im amerikanischen Exil auch als eine Allegorie für das Aufkommen des Faschismus bezeichnet. Diese nachgereichte Selbststilisierung Langs war unter Filmhistorikern nie unumstritten. Tatsache bleibt allerdings, dass Goebbels den Film sofort verbieten lies, der seine deutsche Erstaufführung dann erst 1951 in der Bundesrepublik erlebte.