Manakamana

Nepal/USA 2013, Stephanie Spray, Pacho Velez
Digital, 118 Min., engl. Untertitel

 

 

Der Manakamana Tempel der Hindu-Göttin Bhagwatiin in den Bergen Nepals, ist hoch über dem Dschungel mit einer Seilbahn erreichbar. Die Fahrt dauert etwa zehn Minuten und entspricht damit dem Magazin der 16mm-Kamera, mit der Stephanie Spray und Paolo Velez die Passagiere beobachten. Für einige von ihnen – wie beispielsweise eine Frau, ein Ehepaar, drei junge Rocker und drei ältere Damen – steht diese Pilgerreise für einen Lebenstraum oder einen Akt der Verzweiflung, während sie für andere eine Touristenattraktion, Arbeit oder einfach nur ein Ausflug ist. In elf statischen Einstellungen begleitet der Film Menschen und Tiere auf ihrer Seilbahnfahrt und lenkt den Blick darauf, wie Göttliches und Profanes im täglichen Leben verschmelzen.

Am Sensory Ethnography Lab der Harvard University entstanden – wie auch SWEETGRASS und LEVIATHAN, die in den letzten beiden Jahren im Augustprogramm der Kinemathek vorgestellt wurden – bietet Manakamana ein sinnliches Erlebnis der besonderen Art, ist filmische Trance, konzeptuelle Überschreitung und ethnografische Studie gleichermaßen.