Good Vibrations

Irland/Großbritannien 2012, Lisa Barros D'Sa/Glenn Leyburn
mit Richard Dormer, Jodie Whittaker, Michael Colgan. Digital, 103 Min., dt.Untertitel

 

 

Terri Hooley ist ein Idealist, er kann nicht anders. Von seinem kommunistischen Vater weiß er, dass man Ideale nicht kaufen kann, wohl aber verlieren. Etwas Geld verdient er als DJ in verschiedenen Pubs. Aber immer seltener gehen die Leute aus. Denn Terri lebt in Belfast und die Geschichte spielt Anfang der 1970er Jahre. Die zunehmenden Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten werden „troubles“ genannt, was harmlos klingt, aber fast täglich Menschenleben fordert. Terri interessiert sich dagegen nur für Musik und er hat eine Vision. Ausgerechnet in der umkämpften Grand Victoria Street, die Belfast in zwei Hälften teilt, eröffnet er den Plattenladen „Good Vibrations“, der zum Treffpunkt der nordirischen Underground-Szene wird. Immer auf der Suche nach musikalischen Exzessen entdeckt Terri durch Zufall die aufkeimende Punk-Bewegung. Jetzt wird er auch noch zum Manager und Produzenten lokaler Bands wie den „Outcasts“ oder den „Undertones“. Reich macht ihn das nicht, aber er gibt mit der Musik den jungen Menschen einen Ort der Freiheit, die der eskalierende Bürgerkrieg ansonsten verhinderte. „Punk war hart, aber Nordirland war härter“, so erinnerte sich Joe Strammer von „The Clash“ an diese Zeit. Der Film GOOD VIBRATIONS erzählt auf höchst unterhaltsame Art die wahre Geschichte von Terri Hooley, der bis heute als nordirischer „Godfather of Punk“ verehrt wird. Ein vorzüglicher Soundtrack und der großartiger Hauptdarsteller Richard Dormer machen den Film zu einem Vergnügen für die Zuschauer.