Tuyas Hochzeit

Tu ya de hun shi
China 2006, Wang Quan‘an
mit Yu Nan, Bater, Baolier, Zhaya. 35mm, 96 Min., Hochchinesisch, Mandarin/dt. Untertitel

 

 

Tuya, eine junge Schafzüchterin in der Inneren Mongolei, muss nicht nur ihre Herde versorgen, sondern auch zwei Kinder und ihren behinderten Mann. Als sie den körperlichen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist und krank wird, kommt das Paar überein sich scheiden zu lassen, damit Tuya einen neuen Mann finden kann. Dieser soll allerdings neben Tuya und den beiden Kindern auch den Ex-Ehemann mit aufnehmen. Bedingungen, die für die Bewerber nur schwer zu akzeptieren sind. Wie sich die couragierte Hirtin durchs Leben kämpft und doch noch einen treuen Freund findet, ist auf ebenso berührende wie humorvolle Weise in Szene gesetzt. Regisseur Wang Quan‘an geht dabei über das individuelle Schicksal hinaus und erzählt eine Geschichte über den Mentalitätswandel im Reich der Mitte, die schwierige Situation zwischen Tradition und Moderne und damit einhergehenden Veränderungen. Der Film, in dem vor allem Laien mitspielen und der kargen Steppenlandschaft eine Hauptrolle zukommt, wurde bei der Berlinale 2007 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.