Geraubte Küsse

Baisers volés
Frankreich 1968, François Truffaut
mit Jean-Pierre Léaud, Claude Jade, Delphine Seyrig. Digital, 90 Min., Französisch/dt.Untertitel

 

 

Obwohl Antoine Doinel sich freiwillig verpflichtet hatte, wird er wegen Verfehlungen und Unzuverlässigkeit vorzeitig aus der Armee entlassen. Er versucht sich als Nachtportier, wird gefeuert und kommt bei einer Privatdetektei als Assistent unter. In der Liebe muss er sich zwischen seiner alten Freundin Christine und der schwärmerisch verehrten Frau eines reichen Klienten entscheiden. Der Film, der Henri Langlois gewidmet ist, entstand kurz vor dem Pariser Mai 1968, in einer Zeit als Truffaut gemeinsam mit vielen anderen Filmkünstlern erfolgreich gegen die Absetzung Langlois’ als Leiter der Cinémathèque Française gekämpft hat.

“GERAUBTE KÜSSE ist die Entsprechung zu dem, was man in der Literatur einen Initiationsroman nennen würde. Das schien mir die einzige Möglichkeit, diese Figur wieder aufzugreifen, die man in LES 400 COUPS kennengelernt hatte. Hier geht es jetzt um seine ersten Schritte hinaus ins Leben, man erlebt, wie er verschiedene Milieus durchläuft, wie er versucht, einen Platz in der Gesellschaft zu finden.” (F. Truffaut, 1981)