Die Maisinsel

Georgien/D 2014, George Ovashvili
mit Ilyas Salman, Mariam Buturishvili, Irakli Samushia. Digital, 100 Minuten, Georgisch/dt.UT

 

 

Die große Zeit des georgischen Kinos liegt schon eine Weile zurück. Das Ende der Sowjetunion brachte Georgien zwar die Unabhängigkeit, aber Bürgerkriege, wirtschaftliche und politische Umbrüche führten das Land auch in die Stagnation und brachten die einst so kreative Filmindustrie fast völlig zum Erliegen. Nur unter großen Schwierigkeiten und mit viel Geduld können Filmemacher heute hier ihre Projekte realisieren. Die Arbeit an seinem zweiten Film Die Maisinsel bezeichnet Regisseur George Ovashvili als einen vierjährigen Kampf. Seine Geschichte spielt auf einer kleinen Insel im Fluss Enguri. Jedes Jahr im Frühling schwemmt der Strom große Brocken fruchtbaren Bodens aus dem Kaukasus in die Ebene, wo sie sich zu fragilen Inseln zusammenschließen. Auf einer von ihnen leben ein alter Bauer und seine 16-jährige Enkelin Asida. Sie bauen eine Hütte und pflanzen Mais an. Diese Idylle gerät ins Wanken, als Asida einen verwundeten Soldaten findet und ihn auf der Insel versteckt.

Mit grandiosen Bildern von einer wilden Natur schickt George Ovashvili die Zuschauer auf eine hypnotisierende Reise durch eine Welt voller Wunder. Auf dem Festival von Karlovy Vary wurde er dafür mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.