Safety Last

Ausgerechnet Wolkenkratzer
USA 1923, Fred Newmeyer
mit Harold Lloyd, Mildred Davis, Bill Strothers. Digital, 80 Min., engl. Zwischentitel

 

 

Die Figur, mit der Harold Lloyd in seinen Stummfilm-Komödien berühmt wurde, war ein amerikanischer Mr. Jedermann, der durch eine schwarze Hornbrille ohne Gläser etwas schüchtern, aber voller Tatendrang und Optimismus in die Zukunft blickte. In den 1920er Jahren war er damit beim Publikum populärer als Chaplin und Keaton. Seine Filme lebten von komischen Situationen und weniger von einer durchgehenden Geschichte. Eine Ausnahme ist sein vielleicht bekanntester Film Safety Last, bei dem sich die Gags und die Dramaturgie sehr plausibel aus der Story entwickeln. Lloyd spielt den Jungen vom Lande, der in die Großstadt kommt, um sein Glück zu finden. Doch der Weg nach oben als Angestellter in einem Kaufhaus ist beschwerlich. Dies hindert ihn aber nicht daran, begeisterte Briefe an sein Mädchen zu schreiben, in denen er von seinem unglaublichen Aufstieg erzählt. Als das Mädchen es nicht mehr zu Hause aushält und in die Stadt fährt, um ihren Helden zu besuchen, muss er zeigen, was er wirklich kann. Das berühmte Finale, Lloyds dramatische Fassadenkletterei und sein sprichwörtlicher Kampf mit der Tücke des Objekts, macht den Film zu einem Musterbeispiel für eine Thrill-Comedy und zu einer Sternstunde des Slapsticks.

 

Die Vorführung findet zur KAMUNA im Garten des Prinz-Max-Palais statt.