The Sessions – Wenn Worte berühren

USA 2012, Ben Lewin
mit John Hawkes, Helen Hunt, William H. Macey. Digital, 92 Min., dt. Untertitel, empfohlen ab 16

 

 

Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Mark O‘Brian, der als Kind an Polio erkrankte und Zeit seines Lebens am ganzen Körper gelähmt war. Er arbeitete als Journalist und veröffentlichte Bücher. In einer autobiografischen Geschichte erzählt er, wie Menschen mit Behinderung ihre Sexualität leben. Mark kann sich zwar nicht bewegen, aber seine Haut ist durchaus sensibel, weshalb es beim Waschen durch seine attraktive Pflegerin mitunter recht aufregend wird. Deshalb beschließt er, dass es nun an der Zeit wäre, Sex zu haben. Da er aber ein gläubiger Katholik ist, bespricht er die Angelegenheit zunächst mit einem Priester. Der gibt, leicht indigniert, tatsächlich grünes Licht. Um sich in die Wonnen der Erotik einführen zu lassen, engagiert Mark eine professionelle Sexualtherapeutin. Die ist auch katholisch und trennt mit festen Regeln ihre Arbeit von ihren Gefühlen. Leider funktionieren diese Regeln im Fall von O‘Brian nicht, weshalb ihre Ehe einer ernsthaften Belastungsprobe unterzogen wird. Ein erfrischend unverkrampfter Film, der die Themen Sexualität und Behinderung ebenso unverblümt wie leichthändig angeht, und über viel trockenen Witz verfügt. (nach: Ulrich Kriest, film-dienst 1/13)