Aaltra

Frankreich/Belgien 2004, Benoît Delépine/Gustave de Kervern
mit Benoît Delépine, Gustave de Kervern, Aki Kaurismäki. 35mm, 92 Min., dt. Untertitel, empfohlen ab 16

 

 

In einem Dorf im Norden Frankreichs machen sich zwei Nachbarn das Leben zur Hölle. Bei einer eskalierenden Prügelei werden sie unter einem umkippenden Traktoranhänger der Marke „Aaltra“ begraben. In der Folge sind beide querschnittsgelähmt und sitzen im Rollstuhl. Gemeinsam wollen sie nach Finnland reisen, um von dem Hersteller des Anhängers Schmerzensgeld zu fordern. Dies ist der Beginn einer wahren Odyssee durch Europa, zuerst mit dem Zug, als ihnen das Geld geklaut wird, per Anhalter. Dabei geraten sie in allerlei abstruse Situationen. Auf das Mitgefühl ihrer Mitmenschen können sie verzichten. Im Gegenteil, oft nutzen sie deren wohldosiertes Mitleid gnadenlos aus. Die beiden Regisseure und Hauptdarsteller, Benoît Delépine und Gustave de Kervern erzählen ihr Rollstuhl-Roadmovie in Form einer pechschwarzen Komödie. In ihren Augen sind die behinderten Protagonisten des Films „einfach normal, manchmal doof, manchmal etwas fies, oft witzig, mit anderen Worten: menschlich“.