Me too – Wer will schon normal sein

Yo, tambien
Spanien 2009, Antonio Naharro/Álvaro Pastor
mit Lola Duenas, Pablo Pineda, Antonio Naharro. Digital, 103 Min., dt. Untertitel, empfohlen ab 14

 

 

Der 34-jährige Daniel hat Down-Syndrom. Trotz seiner Behinderung hat er ein Hochschulstudium der Sonderpädagogik mit Auszeichnung abgeschlossen. Jetzt arbeitet er in einer Beratungsstelle für behinderte Menschen. Seine Kollegen beeindruckt er durch seine Aufgeschlossenheit und sein Fachwissen, aber es entgeht ihm nicht, dass er anders behandelt wird als andere. Zu besorgt, zu aufmerksam, zu nachsichtig und zu verklemmt gehen sie mit ihm um. Nur Laura begegnet Daniel offen und natürlich. Mit ihren blond gefärbten Haaren und ihren wechselnden Männerbekanntschaften ist sie selbst eine Außenseiterin. Zwei Seelenverwandte, die sich auf Anhieb verstehen und sich rasch näher kommen. Mit ihrem Techtelmechtel heizen sie den Bürotratsch erst richtig an. Der Film wirft wichtige Fragen auf, ohne endgültige Antworten zu geben. Wie gehen moderne Gesellschaften mit behinderten Menschen um? Welche körperlichen und seelischen Bedürfnisse haben sie? Einige der Macher des Films haben persönliche Erfahrungen mit dem Thema. Der Hauptdarsteller Pablo Pineda ist der erste Europäer mit Down-Syndrom, der einen Hochschulabschluss erworben hat. Mit Charme, Humor und Schlagfertigkeit interpretiert er die Figur des Daniel. Beim Festival von San Sebastián wurde er dafür als Bester Schauspieler ausgezeichnet.