Zuwandern

Deutschland 2014, Sabine Herpich, Diana Botescu
Digital, 81 Min., dt.Untertitel

 

 

Um ihrer schwierigen wirtschaftlichen Lage in Rumänien zu entkommen, beschließen Carmen und George Badea – zunächst nur mit dem ältesten ihrer drei Kinder – auszuwandern. Mehr zufällig fällt ihre Wahl auf Deutschland. In Berlin angekommen, verbringen sie ihren ersten Winter in einer verlassenen Gartenlaube. Mit dem Sammeln von Pfandflaschen halten sie sich notdürftig über Wasser, schließlich findet Carmen Arbeit als Putzfrau. Neun Monate begleiten die Filmemacherinnen die Roma-Familie in ihrem Alltag, bei ihren Begegnungen mit verschiedenen Behörden und Schulen, auf der Suche nach Möglichkeiten, sich eine neue Existenz aufzubauen. Jenseits aller Fördersysteme ist dabei eine eindringliche Langzeitbeobachtung entstanden, die auf jegliche Dramatisierung verzichtet und ebenso individuelles wie institutionelles Rollenverhalten sichtbar macht, ohne es zu bewerten. Beim ersten Dokumentarfestival DokKa 2014 erhielt ZUWANDERN den Förderpreis in der Kategorie Film.

 

In Zusammenarbeit mit dem IBZ

 

Im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Gespräch mit der Regisseurin Sabine Herpich über die Arbeitsbedingungen unabhängiger Filmemacherinnen am Beispiel ihres Films "Zuwandern".