Der brennende Acker

Deutschland 1922, F. W. Murnau
35mm, 99 Min. Musikalische Begleitung: Eunice Martins

 

 

Johannes, der ehrgeizige Sohn eines Landwirts, verlässt nach dem Tod des Vaters den Hof und wird Sekretär eines Grafen. Zufällig entdeckt er das Geheimnis eines unfruchtbaren Ackers, unter dem sich eine Petroleumquelle befindet. Nur um in den Besitz des Ackers zu kommen, heiratet er nach dem Tod des Grafen dessen Witwe Helga. Johannes wird Manager einer Ölfirma. Als Helga entdeckt, dass er sie lediglich aus Geldgier geheiratet hat, kommt es zur Katastrophe.

Viele Motive der späteren Filme Murnaus wie z.B. der Gegensatz zwischen Stadt und Land finden sich schon in diesem Film, der durchaus als Geschichte eines gescheiterten sozialen Aufstiegs gesehen werden kann.

"Der brennende Acker war... das erste der Kammerspiele in bäuerlichem Milieu, die Murnau berühmt gemacht haben. ... Im In- und Ausland wurde die Kameraarbeit gelobt, die Regie, die Wahrheit und Weite der Emotion, dass der Film keinen Studiogeruch hatte, der poetische Reiz von Schneelandschaften, in denen plötzlich Feuer auflodern, das fein nuancierte Spiel der Darsteller im Ganzen.” (Jutta Brückner)