Il fuoco

Das Feuer
Italien 1916, Giovanni Pastrone
mit Pina Menichelli, Febo Mari, Felice Minotti. Musikalische Begleitung: Gabriel Thibaudeau 35mm, ca. 51 Min.

 

 

Vor erlesenen Decors entwickelt sich um eine Femme fatale eine Amour-Fou-Geschichte, die die bürgerlichen Moralvorstellungen konsequent sprengt. In dieser Geschichte kann es nur Sieger oder Verlierer geben. (...) Je heftiger die Leidenschaften empor flackern, desto bedrohlicher werden die Schatten des Todes. Das Verrücktsein, der Verlust der Identität, ist nur eine Vorstufe des endgültigen Vergehens im Feuer der Leidenschaft. (nach JJ, 14. Stummfilm Festival Karlsruhe)

1913 trat Pina Menichelli erstmals auf der Leinwand in Erscheinung und avancierte drei Jahre später mit ihrem dämonisch-verführerischen Spiel neben Francesca Bertini und Lyda Borelli zu einer der bekanntesten und bestbezahlten Diven im italienischen Stummfilm der 1910er Jahre. Nach einer Reihe von mehr oder minder prägnanten Auftritten in verschiedenen Melodramen erreichte sie unter der Regie von Giovanni Pastrone den Höhepunkt ihrer Karriere mit zwei, auch international Aufsehen erregenden Produktionen: IL FUOCO, zu dem Gabriele d'Annunzio gemeinsam mit Giovanni Pastrone das Drehbuch geschrieben hatte, und TIGRE REALE (1916), jeweils mit Febo Mari als Partner. Wegen seiner erotischen Stimmung protestierte die katholische Kirche vehement gegen IL FUOCO, Pina Menichelli jedoch war als mondäner, männerbetörender Vamp, der einen naiven Maler in den Wahnsinn treibt, der Magnet an den Kinokassen. (steffi-line)

Im Rahmen des 14. Stummfilm-Festival stellen wir IL FUOCO in einer restaurierten Kopie des Museo Nazionale del Cinema, Turin vor.