Heimkehr

Deutschland 1928, Joe May
mit Gustav Fröhlich, Lars Hanson, Dita Parlo, Theodor Loos. 35mm, 115 Min. Musikalische Begleitung: Gaël Mevel.

 

 

Im Frühjahr 1917 versuchen die Kameraden Karl und Richard, aus der Kriegsgefangenschaft in Sibirien zu fliehen, doch nur Karl gelingt es zunächst, in die Heimat zu gelangen. Als er dort Richards Frau Anna besucht und sie ihn bei sich als Untermieter einquartiert, dauert es nicht lange, bis beide füreinander Gefühle entwickeln. Als auch Richard aus Russland zurückkehrt, kommt es zum Eklat.

HEIMKEHR war der erste Film des Produzenten Erich Pommer für die UFA nach seiner Rückkehr aus den USA. Der Film basiert auf der pazifistischen Novelle “Karl und Anna” von Leonhard Frank, die 1926 erschien. Gedreht wurde im Hamburger Hafen und den Neubabelsberger Studios. Vor allem in den Sibirien-Szenen erkennt man allzu deutlich die Studioarchitektur. Es wirkt künstlich, manchmal sogar surreal (Nebelschwaden), was aber durchaus optische Reize hat. Ganz im Gegensatz dazu stehen die realistischen Szenen vom Hamburger Hafen, bei denen Regisseur Joe May einen wahrhaftigen Eindruck erzielt.

Klaus Kreimeier berichtet in seinem Buch „Die UFA Story“, dass sich während der Dreharbeiten die UFA auf Grund eines Gerüchts zu dem ängstlichen Widerruf veranlaßt sah, HEIMKEHR sei kein Film mit bolschewistischer Tendenz. Diese politische „Richtigstellung“ steht im Zeichen von Alfred Hugenberg, der 1927 die UFA übernahm. (nach: André Stratmann, beepworld 2007)

 

In Zusammenarbeit mit Deja Vu-Film