Eine flexible Frau

Deutschland 2010, Tatjana Turanskyj
mit Mira Partecke, Laura Tonke, Katharina Bellena. Digital, 97 Min., engl.Untertitel

 

 

Der Film verhandelt die identitätsstiftende Bedeutung von Arbeit. Greta M., 40, eine Frau mit einer postmodernen, brüchigen Berliner Architektinnenbiografie, kämpft gegen den opportunistischen Teamfähigkeitskosmos, seine makellosen Dienstleisterinnen und nicht zuletzt gegen die eigene Paranoia und Statusangst, eine Frau ohne Auftrag zu sein. Inspiriert von Richard Sennetts Studie „Der flexible Mensch“ wirft Turanskyjs Film einen Blick auf die spezifischen Anforderungen an das weibliche Subjekt im Dienstleistungssektor der neoliberalen Arbeitswelt zwischen Call Center und Town House. Der Film ist der erste Teil der Trilogie „Frauen und Arbeit“ (2009-2015) der Berliner Filmemacherin.

 

Vor der Vorführung hält die feministische Kulturwissenschaftlerin Angela McRobbie im Badischen Kunstverein um 19 Uhr einen Vortrag über „The Gender of Post-Fordism and the Limits of ‘Passionate Work’“. Angela McRobbie führt seit drei Jahren einen generationsübergreifenden, feministischen Dialog mit Tatjana Turanskyj.


Die Regisseurin Tatjana Turanskyj ist anwesend und steht für ein Gespräch zur Verfügung.  

 

In Zusammenarbeit mit dem Badischen Kunstverein und FAK